Home » Die Prozedur by Harry Mulisch
Die Prozedur Harry Mulisch

Die Prozedur

Harry Mulisch

Published
ISBN : 9783499227103
Paperback
267 pages
Enter the sum

 About the Book 

Harry Belafonte, Harry Hirsch, Harry Mulisch! Harry B. der bessere Sänger, Harry H. der bessere Reporter, doch Harry M. der beste Schreiber. Hurry Harry! möchte man rufen, denn zweimal versucht er sozusagen, uns rauszuschmeißen (So, das wäreMoreHarry Belafonte, Harry Hirsch, Harry Mulisch! Harry B. der bessere Sänger, Harry H. der bessere Reporter, doch Harry M. der beste Schreiber. Hurry Harry! möchte man rufen, denn zweimal versucht er sozusagen, uns rauszuschmeißen (So, das wäre geschafft, wir sind unter uns...): Wer bis Seite 14 durchhält, darf bis Seite 67 bleiben, um sich dann nochmals fragen lassen zu müssen, ob er willens und würdig ist, Einlaß zu begehren in Harry Mulischs Reich. Nur wahre Aficionados sind King Harry genehme Leser -- Recht hat er! Natürlich gehts ihm wieder um alles: um nichts Geringeres als die Schöpfung. Sozusagen ein 268seitiges Einschreiben an Gott. Ob ER die Annahme verweigert, wissen wir nicht, sind aber einstweilen froh, daß uns der Hanser Verlag eine Kopie zur Verfügung stellt.Wie zu erwarten, ist das Niveau hoch und zunächst keiner drauf. Als Ouvertüre ein Patchwork westlicher Kultur von Adam und Eva über Kabbala bis Golem. Zwar läßt sich nach den Worten eines berühmten Rabbis das Alte Testament in 15 Sekunden erklären, aber was hätten wir dann zu lesen?Mir nach, Leser! Wir stoßen zum spannenden Kern des Romans vor: Dem Genforscher Victor Werker ist es gelungen, Leben aus der Retorte zu erzeugen. Dies und nicht nur dies führt zu allerhand praktischen, psychischen, philosophischen, metaphysischen Ab-, Irr-, Um- und Auswegen, die Harry Mulisch nun wahrlich meisterhaft und amüsant zu schildern und darzulegen versteht, da er nicht nur ein angenehm selbstironischer, sondern zudem hochbelesener und nicht besserwisserischer Autor ist- alles Tugenden, die wir bei deutschen (bzw. deutschsprachigen) Großschriftstellern -- mit Ausnahme Thomas Bernhards -- vergeblich suchen.Die vielen Überraschungen und Pointen werden, wie bei jedem guten Krimi, der dieser Roman auch ist, hier natürlich nicht verraten. --DTH